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Schwarzwald-Rundfahrt

Den Umständen geschuldet verschob der VC Kaisten seine Schwarzwaldrundfahrt in den Spätsommer und die Strecke gleich noch ins Fricktal. Auf deutschem Boden waren die Einschränkungen zu gross. So wurde über 100 Kilometer gestartet, als Herausforderungen warteten Bözberg, Staffelegg und zahlreiche kleine aber gemeine Hügel und Steigungen welche als Rhytmusbrecher fungierten. Unser Preesi, der Schreiber und als Gast Sepp vom Giant Gellert-Veloteam nahmen die Sache von der Haustüre in Basel in Angriff und fuhren die rund 45 Kilometer Anfahrt im Schein der Velolampe hinauf nach Kaisten. Dort wartete Laszlo und gemeinsam machte man sich auf die Strecke. Die Anfahrt zur ersten Steigung war ideal um in den richtigen Groove zu kommen. Es blieb zwar den ganzen Tag frisch aber die Sonne zeigte sich doch ab und an und vor allem blieb es trocken. Das Tempo war moderat, schliesslich sollten für die Daheimgestarteten am Ende knapp 200 Kilometer auf dem Tacho stehen. Da gab es keinen Grund zur Eile. Ganz im Gegenteil wurde eingeteilt. Die eher unbekannte Streckenführung bot einiges zu sehen, die Landschaft und der mässige Verkehr luden zum geniessen ein. Der erste Streckenposten mitten in der Steigung bot dann eine erste Stärkung. Danach gings flugs hinab und alsbald auch wieder hoch, ein richtiges radsportliches Wellenbad.

Oben auf der Staffelegg frischte der Wind so richtig auf und die Kilometer fingen sich an zu ziehen. Ausserdem wurde wirklich jede Steigung mitgenommen, die Psyche spielte fortan auch eine Rolle. Und als statt einem flotten Schlussspurt in Sulz auch noch der Sulzerberg mitgenommen wurde zog es dem Autor endgültig den mentalen Stecker. im Kriechtempo wurde fortan jeder Höhenmeter genommen. Die Freude an der vertikalen Tramperei war für den Moment verflogen.

Zurück in Kaisten war für drei der vier Fahrer nur Zwischenstation. Laszlo verabschiedete sich und konnte sich schon im Auto erholen. Rolf, Sepp und Thomas nahmen nochmals den gleichen Weg wie schon am Morgen unter die Räder, lediglich die Fahrtrichtung war andersrum. In Wallbach entschied man sich dem Veloweg treu zu bleiben was zu einem fatalen Fehler werden sollte. Erst erfreut über diese Neuentdeckung erschraken die Fahrer kurze Zeit später dass es sich bei diesem «Veloweg» um einen nicht asphaltierten Waldweg mit grobem Schotter handelte. Mit unterschiedlicher Herangehensweise meisterte man jedoch auch diese Passage und fortan ging es von Möhlin her nach Hause. Ein langer Tag im Sattel konnte mit Genugtuung abgeschlossen werden und der Wunsch bleibt bestehen dass der VC Kaisten vielleicht wieder einmal die Strecke der diesjährigen Austragung durchführen möchte.

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